Herborn. Mit schwerem Gerät und reichlich Muskelkraft rückt das Technische Hilfswerk an, um in Herborn für den Hessentag vier Brücken zu errichten. Diese verbinden über die Dill Festgelände und Parkplätze. Der Arbeitseinsatz hat am Freitag, dem 22. April, begonnen.
Die größte Brücke entstand zwischen dem südlichen Ende des Schießplatzes und dem Walkmühlenweg. Dabei handelt es sich um eine 24,4 Meter lange Konstruktion aus vormontierten Stahlträgern. Diese wurden an Land zusammengesetzt. Die 37 Tonnen schwere Brücke wird dann Samstagnachmittag (23. April) mit einem großen Autokran über die Dill gesetzt.


Der 6 Meter breite Überweg ist Bestandteil der Hessentags-Straße und nur für Fußgänger vorgesehen. Aufgrund der zu erwartenden Menschenmassen, auch aus Richtung Bahnhof, wurde diese schwere Brückenbauart gewählt.

Die drei weiteren mobilen Dillübergänge sind schwimmende Pontonbrücken. Die angelieferten Segmente werden mit LKW-Ladekränen aufs Wasser gesetzt, verankert und mit einem Fahrbahnbelag überspannt. Die Pontonbrücke Höhe Feuerwehr-Stützpunkt verbindet Kinderland und Bundeswehr mit der Hessentags-Straße und ist ebenfalls nur für Fußgänger zugelassen.

Die zwei weiteren Pontonbrücken sind dagegen für Fahrzeuge vorgesehen, zur Anbindung von Parkplätzen. Eine entsteht im Dillfeld Höhe Fachmarktzentrum, die andere im Dillfeld unweit der Zufahrtsrampe von der Bundesstraße zur Autobahn.

Die Brücken Schießplatz und Feuerwehr wurden am Wochenende 22. und 23. April aufgebaut, die beiden Pontonbrücken im Dillfeld werden in zwei Wochen am 6. und 7. Mai montiert. Ausgeführt werden die Arbeiten von THW-Facheinheiten aus den Bereichen Wassergefahren und Brückenbau. Die Spezialisten kommen aus THW-Standorten in Hessen und Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Neustadt/Weinstraße, Bad Wildungen, Germersheim, Seligenstadt und Frankfurt. Aus diesen Standorten werden die dort vorgehaltenen Brückenbauteile nach Herborn gebracht.

Logistische Unterstützung kommt vom THW-Dillenburg, das THW Grünberg kümmert sich um die Verpflegung. Die auswärtigen THW-Helfer übernachten im Dillenburger Stützpunkt auf Feldbetten. Am ersten Arbeitswochenende waren 60, am zweiten werden 70 ehrenamtliche Einsatzkräfte tätig sein.