Angelburg-Lixfeld (Landkreis Marburg-Biedenkopf). Unser Team Einsatzstellensicherung hat in Lixfeld Abstützarbeiten an einem Wohnhaus überwacht. Nach einer Verpuffung zeigten sich Schäden an der Außenfassade des Gebäudes.
Am Sonntag (25. Januar) kam es gegen 17.15 Uhr in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Lixfeld zu einer Verpuffung. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass ein unsachgemäßer Umgang mit einer 300 ml Gaskartusche ursächlich war. Rettungskräfte brachten den Bewohner der betroffenen Wohnung zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus. An der Gebäudesubstanz des Mehrfamilienhauses entstand nach Einschätzung der Polizei ein Schaden von mindestens 100.000 Euro.
Auf Anforderung des Baufachberaters des THW Marburg ist unser Trupp ESS in den frühen Abendstunden dringlich zur Überwachung des Wohnhauses alarmiert worden. Aufgrund sichtbarer Rissbildung am betroffenen Gebäude haben die Kollegen des THW Biedenkopf mit Rüstholz und Ankerstäben die Außenwand gesichert.
Während der Abstützarbeiten haben wir mit dem Einsatzstellensicherungssystem die Verformungen der Giebelwand überwacht. Dazu wird ein Tachymeter aus der Vermessungstechnik verwendet. Das ermöglicht eine kontinuierliche Laserdistanz- und Winkelmessung an definierten Messpunkten. Die Daten werden per Funk zur Auswertung an einen Laptop übermittelt. Bei kleinsten Veränderungen am Gebäude können die dort arbeitenden Einsatzkräfte gewarnt werden.
Aus Dillenburg waren 5 Helfer in zwei Schichten im Einsatz. In den Morgenstunden des Montags gegen 5 Uhr konnten die Kräfte in den Heimatstützpunkt zurückkehren. Der Einsatz verlief reibungslos, und auch die Messtechnik hat im starken Schneefall gut performt.